Gesichter und Geschichten
Einreichungszeitraum 2026
Da Digitalisierung einem stetigen Wandel unterliegt, spiegeln die veröffentlichten Erfolgsgeschichten jeweils den digitalen Entwicklungsstand ihres Entstehungsjahres wider. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass die Unternehmen ihre digitale Transformation seitdem kontinuierlich weiterentwickelt und fortlaufend vorangetrieben haben.
3D-Scanner für den Übergang zu digital
OpenScan ist ein aus einem Hobbyprojekt entstandenes, heute international genutztes Open-Source-Ökosystem für kostengünstiges 3D-Scanning. Basierend auf Raspberry Pi, Kamera und selbst gebautem Drehteller entwickelte sich eine frei zugängliche Lösung für Wirtschaft, Kultur und Bildung. Mit der OpenScanCloud werden monatlich über 10.000 Scans lokal verarbeitet.
Unternehmen: Open Scan aus Halle (Saale)
Julia - die digitale Kollegin
„Julia“ entstand aus der Frustration über ineffiziente Backoffice-Prozesse und zersplitterte Systeme. Entwickelt als digitale Assistenz, vernetzt sie Tools wie Zeiterfassung, Jira und Wissensdatenbanken und ist per Messenger, E-Mail oder Telefon erreichbar. Dank moderner KI kombiniert sie Informationen, erstellt Aufgaben per Sprache und liefert schnelle Antworten. Heute entlastet Julia den Arbeitsalltag spürbar und schafft Freiraum für kreative Arbeit.
Unternehmen: North IT Group GmbH aus Rottleberode
Digitalisierung in der Wohnungswirtschaft
Das Projekt digitalisiert Wohnungsübergaben, um Prozesse schneller, einheitlicher und nahezu papierlos zu gestalten. Ziel war es, Medienbrüche zu vermeiden und individuelle Anforderungen abzubilden. Herausforderung: flexible, automatisierte Protokolle und Integration ins bestehende System sowie der Wandel bei langjährig papierbasiert arbeitenden Mitarbeitenden. Heute sorgen digitale Abläufe für transparente, effiziente und zukunftsfähige Übergaben.
Unternehmen: Wohnungsgenossenschaft Seehausen/Altmark eG aus Seehausen
Vom WaWi zum Multi- Channel Order-Management
Das Unternehmen modernisierte seine gewachsene IT-Landschaft durch die Neuentwicklung der Warenwirtschaft TiKa V2. Mithilfe KI-gestützter Entwicklung entstand eine zentrale Plattform, die Marktplätze, Versand, Zahlungen und Steuerdaten integriert. Prozesse wie Bestellimport, Versand und DATEV-Aufbereitung laufen heute automatisiert. Aus der internen Lösung entstand die Basis für ein skalierbares SaaS-Produkt zur Entlastung anderer Onlinehändler.
Unternehmen: Mandy Jakisch Einzelunternehmen aus Etingen
Medienbruchfrei vom E-Mail-Eingang zur CRM-Aufgabe
Die Verknüpfung von Outlook mit dem CRM entstand aus steigender Arbeitsbelastung im Büromanagement und hohem E‑Mail‑Aufkommen. Ziel war es, Medienbrüche zu beseitigen und E‑Mails direkt Kunden zuzuordnen. Eine intuitive Drag‑and‑Drop‑Lösung ermöglicht heute die einfache Integration in bestehende Arbeitsabläufe. Das Ergebnis: weniger Fehler, spürbare Entlastung und effizientere Prozesse im Kundenservice.
Unternehmen: Ascherslebener Computer GmbH aus Aschersleben
Ascherslebener Computer GmbH
aus Aschersleben
Think Digital: KiTa-Verwaltung neu gedacht
Ein Auszubildender entwickelte den Grundstein des KiTa-Portals als Prüfungsprojekt – inspiriert durch Einblicke in den stark papierbasierten KiTa-Alltag seiner Partnerin. Fehlender Überblick und parallele Datenhaltung prägten die Arbeit. Unser Ansatz „Think Digital“: eine zentrale Plattform für Belegung, Personal, Verträge und Fristen. Gemeinsam mit Pilotpartnern entstand eine Lösung, die Transparenz schafft, Rückfragen reduziert und Verwaltung spürbar entlastet.
Unternehmen: WUNDS Datensysteme GmbH aus Zeitz
WUNDS Datensysteme GmbH
aus Zeitz
IhrBio-Rindfleisch online vermarkten - nachhaltig Titel
Mein BioRind“ entstand aus dem Wunsch, Transparenz in der Lebensmittelherkunft zu schaffen. Über eine digitale Plattform wird Rindfleisch direkt vom Biohof in der Altmark vermarktet – jedoch erst, wenn ein Tier vollständig verkauft ist. So verbindet das Projekt nachhaltige Landwirtschaft mit digitalen Prozessen, vermeidet Überproduktion und stärkt die direkte Beziehung zwischen Erzeugern und Kunden.
Unternehmen: Mein BioRind, Inh. K. Schulze aus Groß Garz (Altmark)
Ein wirksamer Baustellenprozess ohne Papier
Die Projektidee entstand aus der Praxis: Im Austausch mit Baukunden zeigte sich, dass Gefährdungsbeurteilungen zwar vorhanden, im Alltag jedoch wenig wirksam waren. Dokumente, Maßnahmen und Verantwortlichkeiten standen oft unverbunden nebeneinander. Ziel war daher kein bloßes Digitalisieren, sondern ein durchgängiger Prozess. Die Lösung erhöht die Sicherheit, automatisiert Abläufe und steuert klar Verantwortung – papierfrei, effizient und im Alltag tragfähig
Unternehmen: integeri GmbH aus Hettstedt
Bestehende Systemen zur Arbeitszeiterfassung nutzen
Aus einer papierbasierten Zeiterfassung entstand die Idee, bestehende Multifunktionsgeräte auch als Terminals zu nutzen. Mit „UTAX Zeitblick“ wurde eine integrierte Lösung geschaffen, die ohne zusätzlichen Schulungsaufwand akzeptiert wurde. Zeiterfassung erfolgt heute im Alltag „nebenbei“. Ergänzt um digitale Urlaubsprozesse konnten Medienbrüche reduziert, Transparenz erhöht und administrative Aufwände deutlich gesenkt werden.
Verformungsgerechtes 3D Aufmaß in Echtzeit
Aus wirtschaftlichen Gründen wurde ein eigenes 3D‑Aufmaßsystem entwickelt, da klassische Lösungen für seltene Einsätze zu teuer sind. Aufbauend auf Erfahrungen mit einem selbst entwickelten 3D‑CAD‑Korpusgenerator entstand eine praxisnahe Lösung, die verschiedene Technologien kombiniert. Ziel ist es, Aufmaße digital zu erfassen und den Bearbeitungsaufwand im Büro deutlich zu reduzieren.
Unternehmen: moebel + wohnraum, Guido Schulze aus Mansfeld
Auf Knopfdruck - Die digitale Kapazitätsplanung
Im Unternehmen wurde eine durchgängige digitale Prozesslandschaft aufgebaut, die alle Bereiche vernetzt. Basis ist das ERP-System mit Echtzeitdaten. Die Produktionsplanung erfolgt flexibel über eine angebundene Excel-Lösung mit automatisierten Auswertungen. Ergänzt durch BDE und DMS entstehen transparente, datenbasierte Prozesse. Das Ergebnis: höhere Effizienz, bessere Planung und eine skalierbare Produktionssteuerung.
Unternehmen: Torlit GmbH aus Ilsenburg
Dokumenten-Management und KI in der Logistik
Auf Basis des etablierten DMS ELO wurden Verwaltungsprozesse über Jahre digital optimiert. Eine zentrale Herausforderung war die KI‑gestützte Verarbeitung von Frachtpapieren, die nach intensiver Anpassung heute mit hoher Zuverlässigkeit arbeitet. Weitere Schritte betreffen das komplexe Packmittelmanagement. Durch kontinuierliche Weiterentwicklung entstehen effizientere, stabilere und transparentere Prozesse im Unternehmen.
Unternehmen: Hallog GmbH aus Lutherstadt Eisleben
Souveräne und rechtskonforme AI made in Germany
MAIK entstand aus dem Ziel, digitale Souveränität in Sachsen‑Anhalt zu stärken und Abhängigkeiten von internationalen Anbietern zu reduzieren. Die Lösung verbindet eine offene, sichere Cloud‑Infrastruktur mit KI‑Funktionalitäten, um Verwaltung und Unternehmen zu entlasten. Aufbauend auf bestehender Technologie entsteht ein vernetztes System, das Effizienz steigert, Innovation ermöglicht und regionale Wertschöpfung stärkt.
Unternehmen: Anhalt Intelligence aus Halle
Digitale Nähe statt Angst – Senioren sicher begleiten
Aus der Arbeit mit Lehrkräften entstand die Idee, gezielt Senioren bei der digitalen Teilhabe zu unterstützen. Ziel ist es, Hemmschwellen abzubauen und Sicherheit im Umgang mit Technik zu vermitteln. Im Fokus steht nicht nur Wissensvermittlung, sondern echte Selbstständigkeit im Alltag. So wird digitale Kompetenz gestärkt und sozialer Isolation entgegengewirkt – für mehr Teilhabe in einer digitalen Gesellschaft.
Unternehmen: Fitness Digital Inh. Roberto Fabig aus Obhausen